Die Junge Union (JU) im Kreisverband Germersheim unterstützt den nun vorliegenden Entwurf des Buskonzeptes im Kreis Germersheim. Das gab der Vorsitzende Thorsten Rheude nach dem ersten “politischen Frühstück” des JU Kreisverbandes am vergangenen Samstag bekannt.

Hintergrund ist das seit Wochen diskutierte Buskonzept, das mit dem Fahrplanwechsel im Dezember und dem Start der Stadtbahn Germersheim-Karlsruhe eingeführt wird.

Bildrechte beim Karlsruher Verkerhsverbund (KVV) - www.kvv.de

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„Die Stadtbahn ist schon ein Riesenfortschritt für unseren Kreis. In Zukunft ist es möglich vom Landkreis direkt in die Karlsruher Innenstadt und an den Bahnhof zu fahren. Deshalb ist es wichtig, dass auch die Orte ohne Stadtbahnanschluss sinnvoll mit Bussen an die Bahn angebunden werden“, so Rheude. Durch die größte Öffentlichkeitsbeteiligung bei einem Verkehrsprojekt in der Geschichte des Landkreises konnten alle Gemeinden Wünsche äußern. Die JU ist dem Kreis und Landrat Dr. Fritz Brechtel dankbar für diese Möglichkeit und hatte sich deshalb vor Ort in den Räten bereits eingebracht. “Natürlich ist es schade, dass nicht alle Wünsche der Gemeinden umgesetzt werden können, aber manchmal laufen die Interessen der Ortsgemeinden entgegengesetzt und manche Wünsche sind einfach finanziell nicht machbar.” so Rheude weiter. Würde man alle Wünsche umsetzen, würden dadurch jährliche Mehrkosten von weit über drei Millionen Euro entstehen. Deshalb ist es wichtig Kompromisse zu machen. Das neue Buskonzept fährt 300.000 km mehr im Jahr und kostet den Kreis immerhin gut eine Viertel Million mehr im Jahr.

Auf Unverständnis stößt bei der JU das Verhalten der SPD. „Einerseits den negativen Haushalt des Kreises immer wieder anprangern und gleichzeitig eine große Variante des Buskonzepts fordern, die erheblich mehr kostet.” so Rheude. Die Jungsozialisten die vor Monaten den Landrat aufgefordert haben zu sparen, scheinen mit dem Votum der Mutterpartei einverstanden zu sein. In der von der SPD favorisierten Variante des Konzepts sind viele Wünsche der Ortsgemeinden nicht enthalten. Dazu schweigt die Partei allerdings und will sich als Anwalt der Gemeinden darstellen.

Die JU ist sich sicher, dass das neue Buskonzept ein sinnvolles Konzept ist. Sollte Nachbesserungsbedarf sein, kann jedes halbe Jahr zum Fahrplanwechsel das Konzept immer noch geändert werden.  Thorsten Rheude weist darauf hin, dass unrentable Verbindungen ggf. auch wieder gestrichen werden müssen und dafür andere Linien dann verstärkt werden könnten. “Das jetzt vorliegende Konzept findet einen guten Mittelweg. Es hat sinnvoll investierte Mehrausgaben, die aus meiner Sicht spätestens nach einem Jahr wieder auf den Prüfstand müssen.“


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