Junge Union im Kreis Germersheim gründet „Netzwerk Bildung“ und spricht sich klar gegen die aktuellen Schulpläne der rot-grünen Landesregierung aus.

Netzwerk BildungBildung ist ein unersetzbares Gut für die Zukunft unserer Kinder. Die Junge Union (JU) im Kreis Germersheim rückt dieses Thema deshalb künftig stärker in den Blickpunkt ihrer politischen Arbeit. Den jungen Christdemokraten geht es vor allem darum, konstruktiv an den Bildungsangeboten und -chancen in Kreis und Land mitzuarbeiten, auf Missstände hinzuweisen und eigene Konzepte zur Verbesserung einzubringen. „Das Thema ist zu wichtig um als Nebensache in Kreisvorstandssitzungen mit vielen weiteren Themen bearbeitet zu werden. Es braucht Raum zum Erfahrungsaustausch und Zeit für Diskussionen.“ erklärte Thorsten Rheude, Kreisvorsitzender der JU im Kreisverband Germersheim, den Schritt zur Gründung des Netzwerkes bei der Gründungsversammlung des Netzwerkes vergangenen Donnerstag in Neupotz, an dem zahlreiche Vertreter von Schülern, Lehrern, Auszubildenden und Studenten teilnahmen.

Im Rahmen der ersten Netzwerksitzung wurde der Vorstoß der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD), das Sitzenbleiben in Schulen in abzuschaffen, diskutiert. Die Junge Union lehnt dieses Vorhaben der rot-grünen Landesregierung entschieden ab. Der Verzicht auf das Wiederholen einer Klassenstufe verschafft der rot-grünen Landesregierung zwar Geldeinsparungen in Höhe von 36Mio. Euro, aber zu welchem Preis?
„Die Ehrenrunde in der Schule ist keine Schande, sondern eine pädagogische Maßnahme, die es den Schülern ermöglicht, Defizite nachzuholen, um in den folgenden Jahrgangsstufen den Anschluss wiederzufinden. Es ist ein Warnschuss, der die Betroffenen zu größeren Anstrengungen motivieren und ein Absinken des Leistungsniveaus verhindern soll“, bekräftigt Benjamin Platz, selbst Lehrer und Leiter des Netzwerks Bildung im Landkreis Germersheim, die Forderung der JU nach Beibehaltung des Sitzenbleibens in rheinland-pfälzischen Schulen und fügt hinzu: „Wer das Sitzenbleiben abschaffen will, gaukelt den Schülern eine heile Welt vor, in der man auch ohne Leistung ans gleiche Ziel kommt wie Menschen, die für ihre Ziele hart arbeiten. So kann man im späteren Berufsleben nicht bestehen.“ Für die Mitglieder des Netzwerks ist es eine Selbstverständlichkeit, dass durch gezielte individuelle Förderung versucht werden sollte, die Zahl der Sitzenbleiber möglichst zu reduzieren, das Sitzenbleiben sollte als Möglichkeit jedoch beibehalten werden. „Zudem benötigt es um die gewünschte individuelle Förderung – egal ob mit oder ohne Sitzenbleiben – zu erzielen kleinere Klassen in allen Schulformen und die Einstellung von mehr Lehrern“, so Thorsten Rheude abschließend.


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