Die Junge Union im Kreisverband Germersheim verfolgt seit mehreren Jahren intensiv die Entwicklungen im ÖPNV und begrüßt ausdrücklich die anstehenden Verbesserungen im Rahmen der Umsetzung des Rheinland-Pfalz-Taktes 2015 ab Dezember 2014. Darüber hinaus beschloss der Kreistag der Jungen Union am 11. März 2014 einstimmig die folgenden Kernanliegen für eine Weiterentwicklung des Rheinland-Pfalz-Taktes:

Fotos: links: Siegfried Bellach / pixelio.de, mitte oben: Loeckel / vrn.de, mitte unten: Rudolpho Duba / pixelio.de, rechts: Peter Freitag / pixelio.de, hinten: Erich Westendarp / pixelio.de

Fotos: links: Siegfried Bellach / pixelio.de, mitte oben: Loeckel / vrn.de, mitte unten: Rudolpho Duba / pixelio.de, rechts: Peter Freitag / pixelio.de, hinten: Erich Westendarp / pixelio.de

  • Wir regen eine zeitnahe Weiterbindung der S-Bahn Rhein-Neckar von Germersheim nach Wörth, sowie eine Taktverdichtung auf der Strecke an. Dabei können und sollen die Angebote von DB und AVG aufeinander abgestimmt werden und sich gegenseitig zu einem möglichst regelmäßigen Taktverkehr (in Stoßzeiten mindestens 4 Mal pro Stunde, sonst mindestens 2 Mal pro Stunde) ergänzen.

    „Eine Umsteigefreiheit nach Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg, zusätzlich zu der bereits weitestgehend realisierten Umsteigefreiheit nach Karlsruhe, steigert den Komfort und die Akzeptanz des ÖPNV nachhaltig.“ erklärt Thorsten Rheude, Vorsitzender der JU im Kreisverband Germersheim, die Position des Verbandes.

  • Mittelfristig ist die Erweiterung des Stadtbahnnetzes von Wörth nach Landau zu planen, sowie langfristig die Reaktivierung der Strecke Germersheim – Landau ins Auge zu fassen.

    „Entlang der pfälzischen Maximiliansbahn leben zahlreiche Menschen, die durch eine veraltete Streckentechnik nicht von den Ballungszentren Karlsruhe und Landau abgeschnitten werden dürfen. Gerade auch Landau als Zentrum sollte gut erreichbar sein.“ so Rheude weiter.

  • Eine Regionalexpressverbindung nach Mannheim und Heidelberg soll im zwei-Stunden-Rhytmus angestrebt werden. Die Taktung soll dabei so erfolgen, dass die für Dezember 2014 angekündigte RE-Verbindung von Mannheim nach Mainz in Verbindung mit der bereits vorhandenen Expressverbindung nach Mainz (teilweise durch Umsteigen in Ludwigshafen) eine stündliche Schnellverbindung in die Landeshauptstadt, sowie in das Zentrum der Rhein-Neckar-Region gewährleistet.

    „Dass eine Regionalexpressverbindung nach Mannheim rege genutzt werden würde, zeigt die Auslastung der bereits existierenden Expressverbindung von Germersheim nach Mannheim um 7:03 Uhr überdeutlich. Eine Expressverbidnung ergänzend zu den S-Bahnen zu fordern ist entsprechend folgerichtig.“ beschreibt Rheude die Situation.

  • In allen Fällen muss durch geeignete Lärmschutzmaßnahmen und durch Beschränkungen des nächtlichen Güterverkehrs die Akzeptanz und die Interessen der an Bahnlinien lebenden Bürgerinnen und Bürger gewährleistet werden.

    „Alle Bahnstrecken im Landkreis sind sehr nahe an der Wohnbebauung. Die Personenzüge sind dabei – sofern elektrisch betrieben – schon heute so leise, dass kaum Beeinträchitgung der Anwohnerinnen und Anwohner zu befürchten ist. Vor allem bei den Güterzügen ist jedoch darauf zu achten, dass sich die Belastung der Anlieger in Grenzen hält. Zentrale Anregung unsererseits ist entsprechend ein zeitlicher Ruhekorridor nachts, sowie eine Beschränkung der Anzahl an Güterverkehrszügen außerhalb dieses Ruhekorridors.“ so Rheude zur Lärmproblematik.

  • Das vorhandene Busnetz ist stetig auf Optimierungen hin zu überprüfen. Dabei sollten Befragungen der Nutzer/innen verstärkt in den Fokus genommen werden.

    „In diesem Zusammenhang muss überprüft werden, ob die vorhandenen Verbindungen zu den Mittelzentren außerhalb des Landkreises (vorrangig Speyer und Landau) dem Bedarf Rechnung tragen.“


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