„Die Jugend ist unsere Zukunft“, diesen Satz hört jeder beinah täglich, egal ob in der Schule, beim Familienessen, in Gaststätten oder sonst wo.
Doch die Jugendlichen verlieren nach und nach das Interesse an der Politik, was der immer schwächeren Politisierung unserer Gesellschaft geschuldet ist.
Grundsätze rechts links geradeaus„Wird Politik jetzt in Mainz gemacht ? Oder in Berlin ? Oder in Brüssel ?“, Politik scheint für die Mehrzahl der Jugendlichen immer weiter in die Ferne zu rutschen und es verliert sich die Tatsache dass Politik nicht nur von der Bundesregierung kommt, sondern auch vom eigenen Gemeinde-/Stadtrat. Deshalb spreche ich mich für die vermehrte Einsetzung von Jugendgemeinderäten aus. Auch Jugendbeauftragte können hier neben ihren zahlreichen anderen Funktionen helfen, da sie zwar nicht politisch aktiv werden, jedoch die Entscheidungen und Funktionsweise des Rates jungen Bürgern näherbringen und sie dabei unterstützen können ihre Anliegen im Rat vorzutragen.

Aufgabengebiet Jugendbeauftragter am Beispiel von Schwegenheim

Der Jugendbeauftragte soll als Bindeglied zwischen Gemeinderat und den Jugendlichen fungieren und die Jugend so mit ihren Anliegen repräsentieren. Andererseits ist er im generellen Ansprechpartner, sowohl für die Jugend als auch die Bürger, falls sie Probleme mit Jugendlichen hätten. Es gilt aber auch die Jugendarbeit zu fördern und Vereine zu unterstützen, sowie Veranstaltungen für und von Jugendlichen in der Kommune zu koordinieren, denn oft fehlt Jugendleitern eine Ansprechperson bei der Gemeinde mit der sie gezielt Veranstaltungen planen können. Von dieser koordinierten Planung profitieren dann nicht nur die Jungbürger, sondern auch kommunale Vereine und Jugendinstitutionen.

Aufgabenfeld Jugendgemeinde-/stadtrat

Vor allem durch Jugendparlamente kann man jungen Bürgern zeigen dass Politik nicht erst beim Bund anfängt, sondern schon in jeder Kommune aktiv Politik betrieben wird und die föderale Gliederung unseres Staates es jedem erlaubt, wenn auch nur auf kleinster Ebene aber direkt politisch aktiv zu werden. Die Jugend bekommt hier die Chance unter 18 Jahren an Wahlen teilzunehmen, was viele vielleicht auch in Zukunft wieder dazu bewegt ihr Wahlrecht auch weiterhin wahrzunehmen. Gleichzeitig haben sie aber auch ein passives Wahlrecht, was heißt dass sie sich dafür entscheiden können schon z.T. mit 14 Jahren für ihren Heimatort Verantwortung zu übernehmen und an seiner Gestaltung einen kleinen Teil beizusteuern. So wird die Jugend direkt an Politik herangeführt und bekommt erste Eindrücke von aktiv ausgeführter Demokratie und gewinnt hoffentlich an Interesse daran, so dass sie sich auch in Zukunft, wenn sie aus dem Jugendalter herauskommen, an Politik beteiligen wollen und sich engagieren.

Der Standpunkt wurde geschrieben von Christopher Hauß, Mitglied der Jungen Union im Gemeindeverband Lingenfeld.

Der Standpunkt wurde geschrieben von Christopher Hauß, Mitglied der Jungen Union im Gemeindeverband Lingenfeld.

Aufgrund all der bisher genannten Vorteile, bin ich daher der Meinung dass sich alle Kommunen, welche die Möglichkeit dazu haben, Gedanken über die Umsetzung von zumindest einem dieser Konzepte machen sollten. Denn gerade wenn man der Jugend aktiv die Chance gibt an etwas mitzuwirken, kann man der zunehmenden Politikverdrossenheit am besten entgegenwirken.
Aus diesem Grund hat sich die CDU meines Ortsverbandes (Schwegenheim) sowohl die Errichtung eines Jugendgemeinderates, als auch die Unterstützung des Beschlusses zur Ernennung eines Jugendbeauftragten weit nach oben auf die Agenda gesetzt, denn der Volksmund hat Recht: Die Jugend ist unsere Zukunft !


Internet 2.0
Dieser Artikel soll in die Sozialen Netzwerke? Gerne! Allerdings nur unter Beachtung des Mottos "2 Klicks für mehr Datenschutz"