In gemeinsamer Verantwortung: Politik für, mit und von der Jugend. So lautet die erste Jugendstrategie in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Daran mitgearbeitet hat der 21-jährige Verwaltungsstudent Tobias Antoni aus Neupotz. Bundeskanzlerin Angela Merkel lud Tobias, Mitglied im JU Kreisverband Germersheim, sowie weitere 120 Jugendliche zur Diskussion über jugendgerechte Politik in das Bundeskanzleramt ein.

Tobias Antoni (rechts im Bild) auf dem Treffen zur Ausarbeitung der bundesweiten Jugendstrategie.
© Lara Christmann

Hier berichtet Tobias über seine Eindrücke und Erlebnisse:

Nachdem ich mich im Mai bei der Veranstaltung „JugendPolitikTage“ in Berlin, organisiert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), in der Arbeitsgruppe „Funkloch und Frischluft, das Leben im ländlichen Raum“ mit anderen Jugendlichen über die Probleme und Herausforderungen des ländlichen Raumes beschäftigte und Lösungen erarbeitet habe, durften wir Forderungen an das BMFSFJ stellen. Ich habe mich für die Themen Verbesserung des ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr), Mobilfunk- und Internetausbau im ländlichen Raum sowie das Ehrenamt eingesetzt. Es freut mich umso mehr, dass die Themen „Mobilität und Digitales“ als eigenes Handlungsfeld Teil der neuen Jugendstrategie geworden sind. 

Bundesministerin Dr. Franziska Giffey (links im Bild), Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (daneben) und weitere Teilnehmer der Diskussion zur Jugendstrategie, darunter Tobias Antoni (erste Reihe rechts).
© Johanna Stamm

Die Einladung ins Bundeskanzleramt kam für mich unerwartet, es hat mich dennoch sehr gefreut, gemeinsam mit der Kanzlerin an einem Tisch diskutieren zu können. Nachdem das Kabinett die Jugendstrategie beschlossen hatte, ging es für uns los. Kanzlerin und Franziska Giffey , Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, hatten eine Stunde ein offenes Ohr für unsere Fragen und Anliegen. In der Diskussion ging es u.a. um diese Themen: stärkere Jugendbeteiligung auf kommunaler Ebene, das Älterwerden der Gesellschaft, Landwirtschaft und Umwelt sowie den nationalen Bildungsrat. Mich hat besonders das Thema „Landwirtschaft und Umwelt“ angesprochen. Dazu wurde gesagt, dass beide Themen nur im gemeinsamen Konsens bearbeitet werden könnten. Wichtig sei es, die Wertschätzung gegenüber der Landwirtschaft in den Vordergrund der Gesellschaft rücken. Am Ende der Diskussion stellte die Kanzlerin die Frage „Was wünscht Ihr euch von der Kanzlerin?“ Hierzu hatte Sie sich die Wünsche der Diskussionsteilnehmer notiert. Nach der Diskussion erfolgten Pressestatements sowie ein gemeinsames Gruppenfoto. Im Anschluss durften wir das Bundeskanzleramt in einer Führung näher kennenlernen.

Blick aus dem Bundeskanzleramt auf das Reichstagsgebäude.
© Tobias Antoni

Zahlen, Daten, Fakten zur Jugendstrategie:

Die Jugendstrategie legt den Fokus auf Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 27 Jahren. Deren Anteil liegt in Deutschland bei 17 % der gesamten Bevölkerung. Die Strategie basiert auf der Überzeugung, dass die Jugend eine eigenständige Lebensphase mit spezifischen Herausforderungen ist, die besonderer politscher Aufmerksamkeit bedarf. Die einzelne Handlungsfelder der Jugendstrategie sind:

  • Zukunft, Generationenwechsel und Jugendbilder
  • Beteiligung, Engagement und Demokratie
  • Stadt und Land, Wohnen und Kultur
  • Vielfalt und Teilhabe
  • Bildung, Arbeit und Freiräume
  • Mobilität und Digitales
  • Umwelt
  • Gesundheit
  • Europa und die Welt

Die Jugendstrategie startet nun in die Umsetzungsphase. Bei weiteren Veranstaltungen soll die Umsetzung diskutiert und überprüft werden.


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