Die Junge Union im Stadtverband Germersheim-Sondernheim hat sich mit einem Brief an den Bürgermeister gewendet, um in Germersheim zukünftig an viralgischen Orten freies WLAN zu haben. „Die jüngsten Gesetzesänderungen machen es möglich, dass freies WLAN angeboten wird, auch wenn zuletzt Gerichtsurteile wieder einige Einschränkungen mit sich brachten.“ erklärt Thorsten Rheude, stellvertretender Vorsitzender des Stadtverbandes Germersheim-Sondernheim. „In Germersheim gibt es bereits erste Initiativen mit Freifunk. Diese könnte die Stadt unterstützen oder einen attraktiven gegenvorschlag unterbreiten“ so Rheude weiter.

Der Brief im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

 

der Stadtverband der Jungen Union Germersheim-Sondernheim bittet Sie folgenden Antrag von der Verwaltung prüfen zu lassen und anschließend einen entsprechenden Beschlussvorschlag in den Stadtrat oder andere zuständige Gremien einzubringen:

 

Die Stadt Germersheim bietet Ihren Bürgerinnen und Bürgern als zusätzlichen Service an viralgischen Stellen in der Stadt freies WLAN an und/oder unterstützt Initiativen wie z.B. "Freifunk" beim Ausbau eines solchen Angebotes.

In unseren Augen sollten dabei folgende städtische Gebäude insbesondere geprüft werden:

 

  • Stadtverwaltung (Hauptgebäude)
  • Tourismus- und Informationscenter Weißemburger Tor
  • Stadtbibliothek
  • Stadthalle
  • Tulla-Halle
  • Kultur- und Jugendzentrum Hufeisen

Bei positiver Prüfung sollten in einem zweiten Schritt auch weitere Kooperationspartner mit einbezogen werden. Denkbar wären z.B. die Kreisverwaltung mit ihren Außenstellen, die Berufsschulaula, die Universität, die Tagungsräume im Straßenmuseum und andere für Tagungen geeignete Räume, die Sparkasse, die VR-Bank, und nicht zuletzt auch Cafés und Bistros, bzw. die Plätze davor, wie z.B. der Königsplatz oder der neue Schiffsanleger.
Bei immer größer werdenden Datenmengen stoßen Handynetze und die entsprechenden Tarife schnell an ihre Grenzen. Gleichzeitig spielen Kommunikation und Erreichbarkeit eine immer größere Rolle. Die Stadtverwaltung könnte hier als Initialzündung und Vorbild agieren und so eine kostenfreie WLAN-Infrastruktur in Germersheim anstoßen. In der Verwaltung selbst könnten Besucher Wartezeiten überbrücken oder weitere Informationen Recherchieren. In der Stadtbibliothek könnten damit auch verstärkt junge Menschen angesprochen werden, die für Hausarbeiten recherchieren. Im Weißemburger Tor könnte die Germersheim-App schneller von Besuchern heruntergeladen werden. In Tagungsräumen könnten auch digitale Informationssysteme von Firmen genutzt werden, die aktuell diese Räume auf Grund der fehlenden Infrastruktur ggf nicht nutzen. Im Freizeitbereich würden Einwohner wie Besucher ggf auch von Veranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt oder dem Festungsfest live in den sozialen Netzwerken berichten und damit Werbung für die Stadt machen.
Die Kosten sollten dabei nicht übermäßig aufgebläht werden. In den oben genannten Standorten sollten meist Router mit geringen zusätzlichen Spezifikationen die Anforderungen erfüllen. Die Ausleuchtung von Plätzen ist natürlich Zukunftsmusik, die nicht ohne Mitteleinsatz verwirklicht werden kann. Dennoch sollte dieser Aspekt mitgedacht werden und ein System (z.B. Freifunk) genutzt werden, das später problemlos erweitert werden kann.
Mit freundlichen Grüßen

 

 

Florian Platz          Thorsten Rheude
Vorsitzender        stv. Vorsitzender
JU Stadtverband Germersheim-Sondernheim


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