Zunehmende Gewaltbereitschaft der Querdenker bereitet mir große Sorgen

Seit Beginn der Pandemie habe ich zwei Grundsätze: Zum einen gibt es nicht nur die Sicht der Virologen, sondern auch andere Sichtweisen. Daher war es immer wichtig auch darauf zu blicken, was beispielsweise Wirtschaftswissenschaftler, Psychologen, Lehrer, Erzieher, Selbstständige, Juristen ect. zu den Maßnahmen sagen. Darüber hinaus war für mich auch immer klar, dass man über den Sinn von einzelnen Maßnahmen diskutieren kann. So kann man beispielsweise auch über eine mögliche Impfpflicht diskutieren und zwar mit ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Diese unterschiedlichen Blickwinkel muss es in einer Demokratie, auch in einer solchen schweren Krise, geben.

Eine Sache ist für mich aber genauso klar: Gewalt und illegale Demos sind ganz klar keine Lösung. Ich persönlich finde es dreist, wenn die sogenannten ,,Montagsspaziergänger“ ernsthaft behaupten, sie würden einen Spaziergang machen. Wer sich mit so vielen Menschen abspricht, um sich zu treffen, geht nicht spazieren, sondern versucht die Pflichten des Demonstrationsrechtes zu umgehen. Hierzu könnte man aus rechtlicher Sicht sicherlich viel schreiben. Mir machen diese ,,Spaziergänge“, aber auch aus einem anderen Grund große Sorgen. So mischen sich unter diese Demos zum Teil auch Verschwörungstheoretiker, denen es nicht mehr alleine nur um die Maßnahmen geht, sondern die diese Demos als Bühne für sich und ihre absurden Theorien nutzen. Daher appelliere ich an die nicht-radikalen Demoteilnehmer: Überlegen Sie gut, mit wem sie da zusammen laufen und bleiben sie lieber fern!

Unter die Montagsspaziergänger mischen sich zum Teil auch Verschwörungstheoretiker, denen es nicht mehr alleine nur um die Maßnahmen geht, sondern die diese Demos als Bühne für sich und ihre absurden Theorien nutzen.

Des Weiteren bereitet mir auch die zunehmende Gewaltbereitschaft der Querdenkerszene große Sorgen. So warnt auch der Terrorismusexperte Peter Neuman vor einer extremistischen und gewaltbereiten Abspaltung der Querdenkerszene. Ich persönlich habe auch die Befürchtung, dass es vermehrt zu Anschlägen durch radikale Querdenker kommt. Hier hat die Politik in meinen Augen zu spät reagiert und zu lange die Lage unterschätzt. Dabei sollten zum Beispiel die Anschläge auf Impfzentren und die zunehmenden Drohungen gegen Politiker eine deutliche Warnung sein. Ich persönlich wünsche mir schon länger ein stärkeres Vorgehen gegen radikale Querdenker.

Eine Sache wundert mich dabei aber nicht: Dass ausgerechnet die AfD das politische Sprachrohr der Querdenkerszene ist. Von einer Partei, die Personen wie Höcke und Kalbitz in den eigenen Reihen hat und den Holocaust verharmlost, ist nichts anderes zu erwarten. Hier zeigt sich ein weiterer Grund unter vielen anderen, weshalb wir mit dieser Partei nicht zusammenarbeiten dürfen. Daher ist es vollkommen richtig, dass der CDU-Parteivorsitzende Friedrich Merz deutlich gemacht hat, wer mit der AfD kooperieren will, muss aus der CDU ausgeschlossen werden.

Der Standpunkt wurde geschrieben von Nico Epple, Mitglied der Jungen Union im Gemeindeverband Lingenfeld.


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